Dieter Huber: KLONE#57, computergenerierter C-Print auf Aludipond, UV-Folie / 125 x 100 cm / 1996
WIE WOLLEN WIR LEBEN?
Kunststiftung DZ BANK
03.06. – 03.10.2026
DZ BANK Kunststiftung GmbH
Platz der Republik
60325 Frankfurt am Main
Ausstellungshalle:
Eingang: Cityhaus 1
Friedrich-Ebert-Anlage
Kabinett:
Eingang: Empfangsbereich Cityhaus 2
Platz der Republik
T +49 69 7680588 00
info@kunststiftungdzbank.de
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag, 11–19 Uhr
Der Eintritt ist frei!
Wie wollen wir leben?
Mit dieser Leitfrage richtet die Ausstellung den Blick auf unser Zusammenleben in der Stadt. Vor dem Hintergrund aktueller Stadtentwicklungsprojekte versammelt die Ausstellung künstlerische Perspektiven auf Architekturen, Begegnungsräume und Natur sowie den Menschen in der Stadt. Was brauchen wir, um in großer Vielfalt Räume gemeinsam so zu gestalten, dass wir zufriedener miteinander leben können? Nicht nur die Wohnungsnot und die Finanzierbarkeit von Wohnraum beschäftigen die Menschen in Großstädten in Deutschland, in Europa und der Welt, sondern auch, auf welche Weise ein Zusammenleben in Gemeinschaft und eine lebenswerte Umgebung gestaltet werden können.
Vier installative Beiträge stehen im Zentrum der Ausstellung. Sie widmen sich eben diesen Fragestellungen. Astrid Busch (*1968 Krefeld, BRD) befasste sich im Auftrag der Kunststiftung mit dem Neuen Frankfurt, das 2025 sein 100-jähriges Jubiläum feierte. Karina Nimmerfall (*1971 Deggendorf, BRD) wendet sich den unterschiedlichen Höfen des »Roten Wien« (1919–1934) zu, die bis heute eine moderate Entwicklung des Mietzinses ermöglichen. Zwischen Stadtkern und Außenbezirken bewegt sich Heike Baranowsky (*1966 Augsburg, BRD) rund um Paris, wohingegen Andrea Pichl (*1964 Haldensleben, DDR) Plattenbauten nicht nur der ehemaligen DDR zusammenführt.
Alle Positionen zeigen, wie eng Architektur und Stadtentwicklung mit sozialen Fragen verbunden sind. Historische, politische und soziale Wohnkonzepte prägen unsere Großstädte bis heute. Sie lassen uns das Zusammenleben in der Stadt neu denken: Welche Voraussetzungen brauchen wir, um in Vielfalt Räume gemeinsam so zu gestalten, dass wir zufrieden miteinander leben können? Städtebauliche Lösungen beeinflussen unser Gefühl von Wohnlichkeit, sie bestimmen, an welchen Orten wir zusammenkommen und wo ein Miteinander entsteht. Genossenschaftliche Modelle, bei denen ein Geschäftsbetrieb gemeinschaftlich geführt wird, können alternative Lösungen der Finanzierbarkeit von Wohnraum aufzeigen, die soziale und wirtschaftliche Teilhabe ermöglichen.
Im Kontext des Klimawandels wird Natur erneut zu einem integralen Bestandteil zukünftiger Stadtplanung. Wie können wir auch in urbanen Zentren grüne Oasen der Ruhe schaffen, die im Sommer einer Überhitzung vorbeugen, unseren tierischen Mitbewohnern Platz bieten und zugleich Orte für Erholung und Gemeinschaft eröffnen?
Andere Kunstwerke erweitern den Blick auf den gebauten Raum um Aspekte gelebter Gemeinschaft und gestalteter Natur. Lilly Lulay (*1985 Frankfurt am Main, BRD) entwickelt eine bewegte Collage von Istanbul, in der sie ein neues Bild der Stadt formt. Klaus Merkel (*1940 o. O., Deutsches Reich) und Olivo Barbieri (*1954 Capri, Italien) zeigen, wie sehr auch scheinbar starre Steine Ausdruck gewachsener Strukturen sind. Dieses Zusammendenken von Natur und Architektur wird ergänzt um konstruierte Pflanzen von Dieter Huber (*1962 Schladming, Österreich) und Sehnsuchtsorte bei Beate Gütschow (*1970 Mainz, BRD), Peter Hutchinson (1930 London, Vereinigtes Königreich – 2025 Provincetown, Massachusetts, USA) und Talisa Lallai (*1989 Frankfurt am Main, BRD). Der Frage, wie sich Mensch und Tier durch diese Räume bewegen, widmen sich Eyal Weizman (*1970 Haifa, Israel) und Christian Nicolas (*1971 Beesel, Niederlande) sowie Jitka Hanzlová (*1958 Náchod, ČSSR).
Die Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung sind:
Heike Baranowsky, Olivo Barbieri, Astrid Busch, Beate Gütschow, Jitka Hanzlová, Dieter Huber, Peter Hutchinson, Talisa Lallai, Lilly Lulay, Klaus Merkel, Karina Nimmerfall, Andrea Pichl, Eyal Weizman und Christian Nicolas.





Dieter Huber: oben: MARE MORTO XVII / unten: REFUGEES X / LED Lightboxes, UV-Print auf Acrylglas, Aluminium / ø 61 cm / 2011



Dieter Huber: WAVES – EINE ODE AN DAS FLUIDE / 36 Aquarelle gemalt aus Stein / Lapis Lazuli, Ägyptischblau, Dioptas, Malachit, Feingold auf Aquarellkarton / 240 x 318 mm / gerahmt je 250 x 330 x 20 mm / Lacke auf Aluminium / 2019-2026

Dieter Huber: PARADISE#23 / Emily Dickinson (1830-1886) Aus einem Brief an eine Cousine 1874 / Eine malerische Hommage an Paul Jackson Pollock / Acrylfarben / Fabriano Rosaspina 285 Avorio montiert auf 3 mm Acrylglas fluoreszierend grün / Aluminiumrahmen / Filz / 70 x 50 x 1,5 cm / 2025 / Unikat 






